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Positives Rechnungsergebnis

Das Budget 2025 rechnete mit einem Aufwandüberschuss von 264’075.50 Franken. Die Rechnung schliesst mit einem Mehrertrag von 155’938.15 Franken ab. Dies ergibt eine Besserstellung gegenüber dem Budget von 420’013.65 Franken.

Die Steuereinnahmen sind insgesamt rund 29’000 Franken höher ausgefallen als budgetiert. Die Kantonseinnahmen mit einem Mehrertrag von rund 40’000 Franken und die Sondersteuern mit einer Besserstellung gegenüber dem Budget um 67’000 Franken decken den Minderertrag der Gemeindesteuern von knapp 78’000 Franken. Die Schulgemeinden haben den angemeldeten Finanzbedarf von 4,821 Mio. Franken nicht vollständig benötigt. Dieser ist im Vergleich zum Budget um rund 55‘000 Franken tiefer abgerechnet worden. Um knapp 80’000 Franken schlechter als budgetiert abgerechnet wurde der Gesundheitsbereich aufgrund von hohen Pflegefinanzierungskosten. In diesem sehr schwierig zu budgetierendem Bereich ist immer mit Überraschungen zu rechnen. Die Soziale Sicherheit konnte um rund 166’500 Franken tiefer als budgetiert abgerechnet werden. Begründet wird dieses Ergebnis mit ausserordentlich hohen Rückzahlungen. Im Bereich Strassen, Brücken und Plätze wurden Anschaffungen, Unterhalt, etc. mit insgesamt rund 34’000 Franken weniger als erwartet abgerechnet.

 

Der allgemein sparsame Umgang mit den Finanzen hat ebenfalls zum wesentlich besseren Rechnungsabschluss beigetragen. Der kantonale Finanzausgleichsbetrag liegt mit 1‘714‘700 Franken um rund 230’400 Franken unter dem Vorjahr. Die kantonale Berechnung für das Budgetjahr 2026 verzeichnet eine weitere Senkung um 275’500 Franken auf 1.439 Mio. Franken.

 

Nachstehende Abweichungen gegenüber dem Budget in den Kostenstellen führten insgesamt zu diesem erfreulichen Abschluss
(+ = Minderaufwand oder Mehrertrag, – = Mehraufwand):

 

0          Behörden, Verwaltung                 +               115’902 Franken

1           Öffentliche Sicherheit (GBA)        –                 48’193 Franken

2           Bildung                                           +                55’092 Franken

3           Kultur, Sport, Freizeit                    –                      610 Franken

4           Gesundheit                                    –                 79’910 Franken

5           Soziale Sicherheit                          +               166’535 Franken

6           Verkehr                                           +                 37’631 Franken

7           Umweltschutz, Raumordnung    +                113’713 Franken

8           Volkswirtschaft                              +                 18’187 Franken

9           Finanzen                                         +                 41’667 Franken

 

Total Besserstellung zum Budget           +              420’014 Franken

 

Der Gewinn 2025 von 155’938.15 Franken soll zur Eigenkapitalbildung für künftige Aufwandüberschüsse verwendet werden und ermöglicht, dass der geplante Aufwandüberschuss im kommenden Jahr mitfinanziert werden kann. Der Eigenkapitalbestand per 31.12.2025 beträgt ohne Fonds und Reserven 5’305’221.28 Franken.

 

Budget 2026 mit Beibehaltung des Steuerfusses von 116 %

Mit dem Budget 2026 wird eine Beibehaltung des Steuerfusses von 116 Prozentpunkten beantragt. Dies trotz eines zu erwartenden Verlusts von rund 557’000 Franken im Jahr 2026.

 

Die steigenden Schulkosten insbesondere in der Primarschule aufgrund der notwendigen Schulraumerweiterung sowie in der Oberstufe aufgrund der steigenden Schülerzahl und der immer grösseren, nicht beeinflussbaren Verpflichtungen kantonaler Bestimmungen, sind für die immer höheren Kosten im Bildungsbereich verantwortlich. Die Schulen rechnen für das Jahr 2026 mit rund 319’000 Franken höheren Kosten als im Vorjahr.

 

Der Gemeinderat hat sich wiederum intensiv mit den Zukunftsprognosen der Gemeindefinanzen auseinandergesetzt. Es werden immer mehr Kosten vom Kanton auf die Gemeinden umgewälzt (z.B. Bildung, Pflegefinanzierung, Verlustscheinforderungen, Digitalisierung). Sehr schwierig einzuschätzen sind die Kosten im Sozial- und Gesundheitsbereich (Pflegefinanzierung, Sozialhilfe). Auf der anderen Seite sind die Steuereinnahmen immer wieder für positive Überraschungen gut. Budgetiert wurde mit rund 4 % höheren Einkünften. Die Einnahmen aus dem Finanzausgleich sind in den kommenden Jahren eher stagnierend. Werden die Finanzausgleichsbeiträge weiter sinken und die seit Jahren eher düsteren Wirtschaftsprognosen sich auf die Gemeindefinanzen niederschlagen, sollte man dannzumal zu notwendigen Steuererhöhungen bereit sein. Aufgrund des in den vergangenen Jahren angesparten Eigenkapitals kann die Gemeinde den zu erwartenden Verlust im Jahr 2026 ohne Steuererhöhung finanzieren.

 

Investitionsrechnung

Im Jahr 2025 konnte die Umsetzung des Ausbaus der Mutwiler Dorfstrassen noch nicht realisiert werden. Die dafür vorgesehene Nettoinvestition von 200’000 Franken sind nun im Jahr 2026 budgetiert. Die bisherige Ermittlung der Bedürfnisse nach den Informations- und Mitwirkungsanlässen für die Anwohnerschaft hat einen richtungsweisenden Auftrag zur Umsetzung ergeben. Der Gemeinderat wird weiter daran arbeiten und als nächstes Offerten für die Projektumsetzung einholen. Ebenfalls ist die Umlegung der Alten Mutwilerstrasse geplant. Bei diesem Projekt sind Gesamtkosten von etwa 200’000 Franken und ein mutmasslicher Gemeindeanteil von rund 100’000 Franken vorangeschlagen.

 

Elektra Niederbüren

Der Gemeinderat setzt weiterhin auf eine gute Netzqualität und hohe Versorgungssicherheit zur Erhaltung der Kundenzufriedenheit. Sämtliche Netzkunden im Versorgungsgebiet beziehen den Strom bei der Elektra Niederbüren, soweit nicht Eigenverbrauchsanlagen installiert sind.

 

Stetig steigende regulatorische Anforderungen wie die neu durch den Bund eingeführte «Organisation zur Stromversorgung in Ausserordentlichen Lagen» (OSTRAL) lassen den allgemeinen Verwaltungsaufwand deutlich ansteigen. OSTRAL untersteht der wirtschaftlichen Landesversorgung des Bundes und wird auf deren Anweisung aktiv, wenn eine Strommangellage eintritt.

 

Bei einer Strommangellage handelt es sich um eine «schwere Mangellage» nach Art. 102 der Bundesverfassung, in welcher der Bund für die Vorbereitung und Durchführung von Massnahmen zur Sicherstellung der Versorgung der Schweiz mit lebenswichtigen Gütern wie Strom zuständig ist. Jeder Verteilnetzbetreiber, und damit auch die Elektra Niederbüren, musste im vergangenen Jahr im Auftrag der OSTRAL grosse Anstrengungen zur Vorbereitung der Massnahmen bei einer allfälligen Strommangellage unternehmen.

 

Der Aufwand über die ganze Elektrizitätsversorgung ist rund 521’000 Franken tiefer als budgetiert. Der Ertrag ist ebenfalls mit rund 299’000 Franken tiefer als budgetiert. Es wurde ein Gewinn von 265’747.16 Franken (VJ 168’250.88 Franken) erzielt, rund 222’000 Franken mehr als budgetiert.

 

Der Verwaltungs- und Geschäftsführungsaufwand wurde im Rahmen des Voranschlags mit 60’000 Franken abgerechnet.

 

Dienstleistungen und Honorare wurden mit 71’804.76 Franken rund 17’200 Franken tiefer als budgetiert abgerechnet.

 

Detaillierte Angaben über die Jahresrechnungen können Sie dem Geschäftsbericht entnehmen, welcher auf Ihren Wunsch hin anfangs März in die Haushaltungen verteilt oder ab 6.  März 2026 auf unserer Homepage aufgeschaltet sein wird:

www.niederbueren.ch > Politik > Geschäftsberichte

 

Am Dienstag, 17. März 2026, um 19.30 Uhr findet im Gemeindesaal Niederbüren die Informationsversammlung zum Rechnungsjahr 2025 und zum Budget 2026 statt. Informiert wird über die Geschäfte der Politischen Gemeinde Niederbüren, der Primarschulgemeinde Niederbüren und der Katholischen Kirchgemeinde Niederbüren.

 

Zur ordentlichen Bürgerversammlung laden wir sie auf den Mittwoch, 1. April 2026, 19.30 Uhr, in die Kirche Niederbüren ein. Die Reihenfolge der Versammlungen wird jeweils Katholische Kirchgemeinde, Primarschulgemeinde und Politische Gemeinde sein. Anschliessend an die ordentlichen Versammlungen sind Sie im Gemeindesaal zu einem Apéro eingeladen.

 

Gemeinderat