Die Trockenheit 2026 übertrifft in der Intensität bezüglich Hitze und hydrologischer Trockenheit die Jahre 2003 und 2018. Das Feuer- und Feuerwerksverbot ausserhalb des Waldes konnte dank der Niederschläge der letzten Tage aufgehoben werden.
Die Kombination aus den nachfolgenden Besonderheiten macht die Trockenheit 2026 zu einem historischen Ereignis mit einer Wiederkehrwahrscheinlichkeit von 30 bis 100 Jahren:
- zweiter schneearmer Winter in Folge
- grosses Niederschlagsdefizit über 8 Monate
- regelmässige intensive Hitzewellen
- hohe Luft- und Wassertemperaturen
- Grundwasserdefizite über zwei Jahre
- Bodenfeuchtedefizite über ein Jahr
- extrem tiefe Seewasserstände
Die Wasserstände sinken weiter und liegen auf einem extrem tiefen Niveau, welches nur selten erreicht wird. Die Wassertemperaturen sind sehr hoch und erreichen für kälteliebende Arten kritische Bereiche. Der Seepegel des Bodensees und Walensees liegen im Bereich des saisonalen Minimums. Für einen nachhaltigen Anstieg der Wasserstände in Bächen und Flüssen sowie einer Entspannung der Trockenheitslage werden flächendeckende, langanhaltende Niederschläge über mehrere Tage bis Wochen benötigt. Das Grundwasserdefizit wird wahrscheinlich darüber hinaus bestehen bleiben. In der Region Fürstenland gelten aktuell folgende Empfehlungen und Massnahmen:
- Keine Bewässerung von Grünland und Mais.
- Wasserentnahmen aus kleinen Bächen untersagt (Gemeingebrauch gilt nicht mehr).
- Bewilligte Wasserentnahmen teilweise untersagt.
- Bewässerungen dürfen nur in verdunstungsarmen Zeiten durchgeführt werden.
- Sparsam mit Wasser umgehen.
Feuer und Feuerwerk ausserhalb des Waldes wieder erlaubt
Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Waldbrand-
gefahr gemindert. Der Kanton hebt deshalb per 22. August 2026 das absolute Feuer- und Feuerwerksverbot ausserhalb des Waldes auf. In Wald und Waldesnähe (200m) bleibt das Verbot bestehen.
Gemeindeverwaltung